IBU Cup 2022 | IBU World Championship

IBU Cup 2022

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Vom 28. Februar bis 6. März 2022 stehen Nachwuchs- und Elite-Athleten gemeinsam am IBU Cup am Start. Der zweitletzte IBU Cup der Saison verspricht nochmals viel Spannung, bevor in Ridnaun die Gesamtwertungssiegenden in im IBU Cup erkoren wird. Die Athleten haben drei Wettkampfformate im Programm: einen Sprintwettkampf, einen Super Sprint und einen Massenstart. 

Sowohl der Super Sprint wie auch der Massenstart 60 sind neue Wettkampfformen im Biathlon. Die IBU hat nach erfolgreichen Tests im vergangenen Winter beschlossen, die neuen Formate bei weiteren etablierten Organisatoren zu testen. Lenzerheide kann so weitere Akzente als verlässlicher Partner des Weltverbandes IBU setzen. Das Ziel ist es, in den kommenden Jahren die neuen Formate auch in der höchsten Liga im Weltcup zur Austragung zu bringen, um die Attraktivität des Biathlonsports weiter voranzutreiben.

Sonntag, 6. März 2022

Massenstartrennen eine Premiere – absolut weltcupwürdig

Beim dritten und letzten Tag des IBU Cup in Lenzerheide in der Roland Arena gab es eine Premiere. Ein Massenstartrennen mit je 60 Teilnehmer:innen. In der ersten Runde kamen die Athlet:innen mit der Starnummer 1 bis 30 in den Schiessstand während die Restlichen Athlet:innen eine zweite Runde liefen. Anschliessend wurde gewechselt, so dass die Athlet:innen von 31 bis 60 schiessen konnten. Dominierend bei den Männern waren die norwegischen und deutschen Biathleten. Nach dem dritten Schiessen lagen gleich vier Norweger in Front, am Schluss siegte dann Endre Stroemsheim vor Donnerstag-Sieger Johannes Dale (NOR) und Samstagssieger Philipp Horn (GER). Der beste Schweizer Gion Stalder klassierte sich im 12. Rang mit drei Strafrunden, er realisierte sein zweitbestes Resultat der Karriere im IBU Cup. Lokalmatador Laurin Fravi wurde 18., Sandro Bovisi 22., Eligius Tambornino33. und Dajan Danuser 34.

Bei den Frauen feierte die deutsche Hanna Kebinger ihren zweiten Sieg. Nach dem ersten Schiessen lag sie auf Position 15., nach dem zweiten Schiessen auf Position zwei und nach dem dritten Schiessen lag sie in Front mit 22 Sekunden Vorsprung. Diesen gab sie nicht mehr her. «Es war ein tolles Rennen bei besten Bedingungen, ich bin so glücklich über meine Leistung im Schiessstand und auf der Loipe. Kebinger gewann vor der Norwegerin Enood und der Französin Jeanmonnot. Beste Schweizerin Susi Meinen im 28. Rang, Ladina Meier-Ruge wurde 34., Flavia Barmettler 40. Alle drei holten IBU-Punkte. Flurina Volken wurde 44. und Anja Fischer 49. «Ihr habt einen sensationellen Job gemacht, absolut weltcupwürdig, danke», sprach Ladina Meier-Ruge vor der ganzen Helferschar, die sich für ein Gruppenfoto formierte.

Für OK-Präsident Silvio Baselgia war es (leider) der letzte Anlass. Er durfte nach dem Männerrennen von Swiss-Ski Präsident Urs Lehmann Komplimente für die gelungene Veranstaltung entgegennehmen. Und auch er zog ein durchwegs kurzes, bündiges, positives Fazit: «Das Wetter machte mit, wir hatten sensationelle Loipenverhältnisse und die Voluntari waren grossartig». 

Über die ganzen drei Renntage gesehen, waren die Norweger und Deutschen am erfolgreichsten. Norwegen verzeichnet drei Siege sowie vier zweite Plätze, Deutschland verbuchte zwei Siege, drei zweite Plätze und einen dritten Rang auf ihr Konto, Italien folgt mit einem Sieg und Frankreich mit vier dritten Plätzen.

 

Samstag, 5. März 2022

Super Sprint ein Spektakel

Der erstmals zur Austragung kommende Super Sprint war für die Zuschauer:innen ein Spektakel. Für den Final qualifizierten sich 30 Athleten. Bei erneut hervorragenden äusseren Bedingungen waren erfreulicherweise auch vier Schweizer Biathleten mit dabei. Gion Stalder, Eligius Tambornino, Sandro Bovisi und der einheimische Laurin Fravi, der in der Qualifikation als 19. bester Schweizer war. Im Finale waren die Deutschen dominierend. Nach dem ersten Schiessen lagen sie gleich zu viert an der Spitze mit Gross, Strelow, Horn und Schmuck. Der nachmalige Sieger Philipp Horn, der seinen dritten Sieg der Karriere feierte, übernahm nach dem vierten Schiessen die Führung und siegte vor seinem Landsmann Justus Strelow, der die Gesamtwertung im Supersprint gewann. «Bei euch ist es einfach super», schwärmte Strelow von den Bedingungen und der Ambiance. Bester Schweizer wurde der Einheimische Laurin Fravi im hervorragenden siebten Rang, nur eine Zehntelsekunde fehlte zur Flower Ceremony. Der Bündner startete förmlich eine Aufholjagd. Nach dem ersten Schiessen und zwei Strafrunden lag er auf Position 25., im zweiten blieb er fehlerfrei und ging als 16. in die dritte Runde. Nach dem ersten Stehendschiessen (fehlerfrei) stiess er auf Position sechs vor und nach dem letzten Schiessen (1 Strafrunde) war er Siebter. In der Loipe war Fravi Sechstschnellster. Sandro Bovisi wurde 14, Eligius Tambornino 15. und Gion Stalder 25. Eine gute Bilanz der Schweizer.

Zu viele Schiessfehler verhinderten, dass eine der fünf gestarteten Schweizerinnen in das Finale der besten 30 kam. Beste Schweizerin wurde Ladina Meier-Ruge auf Rang 41, dahinter klassierten sich gleich Flavia Barmettler als 42. und Flurina Volken als 43. Anja Fischer wurde 55. und Susi Meinen 60. Den Final gewann die zweifache Europameisterin Ragnhild Femsteinevik, die nach der Qualifikation noch 19. war. Zweite wurde die Deutsche Anna Weidel und Dritte Lou Jeanmonnot aus Frankreich. 

 

Donnerstag, 3. März 2022

Norwegischer Doppelsieg bei den Männern

Hervorragende Bedingungen am ersten Wettkampftag des IBU Cup in Lenzerheide. Die Teilnehmer:innen und Betreuer:innen zeigten sich begeistert über die anspruchsvolle Strecke, die in einem hervorragenden Zustand war. Im 10 km Sprint der Männer gab es für Norwegen einen Doppelsieg durch Mixed-Relay-Europameister Johannes Dale und Endre Stroemsheim die je einen Fehlschuss zu verzeichnen hatten. In die Top Ten als 8. lief der Schweizer Eligius Tambornino, der im Liegendschiessen eine Strafrunde absolvieren musste. Tambornino verpasste die Top 6, die für das Podium berechtigten, nur um 9 Sekunden.

Bei den Frauen über 7,5 km, gewann etwas überraschend die Italienerin Michela Carrara, die ihren zweiten Sieg der Karriere feierte. Sie war 2016/2017 Juniorinnenweltmeisterin in Brezno. Carrara gewann mit 9,2 Sekunden Vorsprung auf die Norwegerin Karoline Erdal und nur eine Zehntelsekunde dahinter klassierte sich die Französin Caroline Colombo. Beste Schweizerin war Ladina-Meier Ruge, die mit je einer Strafrunde im Liegend- und Stehendschiessen auf Platz 29 lief.

Hochspannung pur am kommenden Samstag beim erstmals auf der Lenzerheide durchgeführten Super Sprint. Die 30 besten der Qualifikation werden das Finale, im Massenstart ausgetragen, bestreiten.
 

 

 

Impressionen IBU Cup 2019

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